The world is divided into two kinds of people: those who have tattoos, and those who are afraid of people with tattoos.

Das Zitat deutet es bereits an: Früher waren Tattoos etwas ziemlich Besonderes, vielleicht sogar Furchteinflößendes. Dann kam der Arschgeweihtrend in den 90ern. Tattoos waren auf einmal nicht mehr nur für Rockstars und Knastis, sondern wurden Mode für die Masse. Mode, die zwar vergänglich, jedoch nicht so leicht entfernbar ist. Mit dieser schmerzlichen Einsicht waren Tätowierungen schnell wieder uncool und Bauchnabelpiercings wurden zum neuen heißen Scheiß.

Im Jahr 2012 sieht’s da allerdings schon wieder ganz anders aus: Piercings? Och joa, sieht man von Zeit zu Zeit – wenn auch nicht mehr am Bauchnabel. Tattoos? Überall. Auf Shows zähle ich als nicht-tätowiertes Mädchen zu der absoluten Minderheit und auch in der „normalen Welt“ sind Tätowierungen längst kein Aufreger mehr. Hier mal ein kleines Wort im Nacken, da eine Zeichnung auf dem Oberarm… alle wollen ein bisschen mehr Individualität, ein bisschen mehr Schönheit. Tattoo-Fotos bei Tumblr sind immer gern gesehen, Blogs wie fytattoos haben so viele Klicks am Tag, dass manche Newsseiten davon nur träumen können.

Denn ob man nun im Netz nach Inspiration sucht, bei Konzerten Leute für ihren Mut bewundert, die besten Tattoostellen diskutiert oder sich einfach nur mit den schlechtesten Tattoos amüsiert, eins steht fest: Solange man sich nicht alles vollmalen lässt, ist dieser „Körperkult“ akzeptiert, wenn nicht gar Trend. Ich bin gespannt, wie wir alle als Großeltern aussehen. Bestimmt ein bisschen ungewohnt für heutige Zustände, aber wahrscheinlich völlig akzeptabel. Nur der meisttätowierte Mann der Welt könnte etwas merkwürdig aussehen.

Übrigens: Ich selbst denke auch immer wieder über Tattoos nach. Besonders in Klausurphasen bin ich drauf und dran, zum Tattooshop zu rennen. Irgendwann kommen dann aber die Zweifel („in einem Jahr mag ich das nicht mehr“) und halten mich davon ab. Im Januar war es der „Confidence“ Schriftzug dort oben, momentan sind es diese leicht retro angehauchten Zeichnungen da unten, mit Uhr, Rosen und irgendeinem schlauen Spruch. Mal sehen, ob ich mich irgendwann doch traue.

Part 2

Mein Tattoo

5 Kommentare

  1. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich für Tattoos entschlossen habe. Also äh quasi mit Ende 40. Jetzt hab ich zwei Stück, die ich sehr mag, von dem ich das eine auch nicht sehe, weil es im Nacken sitzt aber toll aussieht. Gerne hätte ich noch etwas mehr, ABER: Ein paar kleine hier und da – und schon sieht man aus wie ein altes Schulmäppchen mit all seinen Zeichnungen und Sprüchen. Und ja, die Großelternfrage ist auch wichtig: wie sieht es aus, wenn die Haut alt und faltig wird? Schade. Mein Tätowierer sagt, die schönste Stelle, um eine Frau zu tätowieren sei hinten im Kreuz. Arschgeweih eben. Er bedauert es sehr, dass es so einen schlechten Ruf bekommen hat. Ich überlege mir die Stelle tatsächlich noch. Denn jetzt ist es schon fast wieder Retro… Lass dir Zeit mit dem Nachdenken über ein Tattoo, bis du ganz von alleine auf das Motiv kommst, was du haben willst. Und wenn es noch Jahrzehnte sind 🙂 Frohes neues Jahr.

    1. Uh, da hast du ja echt lange gewartet! Den Nacken finde ich auch super als Stelle. Ich tendiere momentan zum Oberschenkel – mit dem Bild oben (Please Come My Way). Denke ich jetzt schon fast zwei Jahre drüber nach, sollte also eigentlich ausreichen…

      Und auch ein gutes Jahr 2014! 🙂

  2. Solange Tattoos im Trend sind, habe ich immer genug Material um mich über jene Trends zu beömmeln. 😀 ich bin so fies. 😦

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