We turn skeletons into goddesses

essenTorte, Chips, Weingummi, Eis, Burger, Pizza, Filet. Ich liebe Essen. Fotos meiner Lieblingsgerichte lassen mir das Wasser in den Mund laufen, ich werde furchtbar motzig, wenn ich mal ein paar Tage Schonkost essen muss, für Nachtisch ist immer Platz und eine gute Mahlzeit entschädigt für so manchen schlechten Tag. Denn Essen macht glücklich, Essen sorgt für Gesellschaft. Jetzt wirke ich aber nicht unbedingt wie jemand, den man mit einem vollen Teller feinster Leckereien erfreuen kann. Denn in den Augen der Allgemeinheit gelte ich vermutlich als untergewichtig. Ich sehe zwar nicht so aus, als würde ich jede Minute zusammenbrechen, allerdings zumindest so, dass ich mir ständig anhören darf, wie dünn ich doch sei und so, dass sich meine Eltern über jedes Kilo freuen und die Hälfte der erhältlichen Kleider aussieht wie ein Sack.

Bis auf dieses Klamottending stört mich das alles aber nicht im Geringsten. Wenn ich mir gegenüber ehrlich bin, finde ich es sogar gut, wenn meine schlanke Figur erwähnt wird und jemand Bemerkungen macht à la „Na du hast den Sport ja auch nicht nötig“. Mein Schönheitsideal ist schließlich eher Kate Moss als Beth Ditto, ich bewundere die Stangenbeine von Modelmädchen und bin von diesem „Real Men like Curves“-Ding genervt.

Dennoch bin ich nicht magersüchtig. Ich könnte niemals einfach nichts essen oder auf meine liebsten Zuckerbomben verzichten. Über den Tag verteilt vertilge ich meist locker meine Tagesration Kalorien oder Weight Watchers Punkte oder wie auch immer man sein Essen zählen kann. (Nein, ich kotze das alles auch nicht aus, ich ekele mich viel zu sehr, um jemals bulimisch werden zu können.) Ich nehme nur nicht zu, weil ich anscheinend ganz gute Gene habe und brauche mir dementsprechend (noch) nicht so viele Sorgen zu machen. Und ich weiß ja, dass ich bereits dünn bin und nicht abnehmen brauche/sollte.

Nur woher kommen dann immer diese ganzen Gedanken? Diese miesen, fiesen „Okay, also eigentlich habe ich ja heute schon das und das gegessen“-Rückblicke und die „Soll ich mir jetzt wirklich ´nen Döner holen“-Zweifel? Mein schlechtes Gewissen, sobald ich überhaupt etwas esse? Der „ach scheiße“-Geistesblitz, wenn die Waage mehr anzeigt oder meine „Bauchfalte“ im Sitzen über die Hose schwappt? Meine absolute Abneigung, wenn mein Gegenüber abnehmen will und ich die Chips allein mampfen muss? Oder wenn mich Leute darüber informieren, dass sie nun richtig sportlich werden, während ich mit meinem Laptop im Bett liege? Ich weiß es nicht. Echt nicht. Aber manchmal würde ich meinem Hirn mit seinen scheiß Schönheitsidealen gerne einen Tritt in den Arsch geben. Mit Buttercremetorte.

2 Kommentare

  1. Auf den Punkt genau. Irgendwann einen Gedankenlesekurs gemacht? 😛 Die Sache mit der Bauchfalte beim Sitzen, oh jee, wie gut ich das kenne. Dabei ist das eigentlich normal. „Mit Buttercremetorte“ Love it ❤

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