The best way to get to know Bonn’s pubs

bonnerkneipen1Ich lebe jetzt seit über drei Jahren in Bonn und wie es sich für die Studienzeit gehört, konnte man mich währenddessen in der ein oder anderen Kneipe antreffen. Im Prinzip war ich so oft abends unterwegs, dass ich der vollen Überzeugung war, ich würde alle relevanten Anlaufstellen für Alkohol und Partyvorgeplänkel kennen. Dass dem noch nicht so ist, zeigte mir jetzt das Bonner Kneipenquartett (9,90 €). Entwickelt aus der Schnapsidee zweier Studenten stellt dieses Kartenspiel in Quartettmanier 32 städtische Kneipen und Bars vor. Die Kategorien: meiste Biersorten (Gewinner: „Limes“ mit 50 Sorten), meiste Sitzplätze („Rheinlust“ mit 640 Plätzen), der längste Tresen („Bar Ludwig“ mit 20 Metern), günstigster Softdrink (in der „Wache“ für 0,90 €) und teuerster Cocktail (im „Luxx“ für 9,40 €). Das Tolle an dem Spiel ist, dass man direkt dazu ermutigt wird, die einzelnen Läden zu testen, denn jede Karte beinhaltet einen Gutschein. Eine Freundin und ich haben das Gutscheinsystem direkt mal ausprobiert.bonnerkneipen2Wir haben uns das Spiel sogar extra beide geholt, damit jede in den vollen Genuss kommt. Unser Kriterium für die erste Runde: erst einmal überall hin, wo es ein Freigetränk ohne jegliche Einschränkungen gibt. Das heißt, nicht „2 für 1“ sondern direkt „1 Freibier“. Nun, selbst diese Regel war für einen Abend etwas zu viel, unsere Route kann sich aber wohl trotzdem sehen lassen: Mit dem Quartett in der Hand ging es zuerst ins Bönnsch für ein Selbstgebrautes, dann in die Altstadt in den Stachel (ein Pils), das Barrock (ein Pils) und die Wache (ein Pils, ein Shot) und zum Schluss ins Namenlos (ein Cuba Libre). Das Bönnsch war mir bisher vor allen Dingen als Schnitzelrestaurant bekannt und für das selbst gebraute Bier – schade, dass wir dort nur ein kleines Bönnsch erhielten. Dafür waren wir anscheinend die allerersten, die sich überhaupt vorbeigetraut hatten und den Stern auf der Karte ausmalen ließen. Der Stachel wurde von uns dann zum ersten Mal besucht und konnte als urige Kellerkneipe mit Rockmusik punkten. Hier waren wir auch nicht die ersten, die den Drink einheimsten und unterhielten uns kurz mit dem Besitzer. (Generell super an dem Quartett: man kommt immer ins Gespräch und wird von allen Seiten neugierig beäugt!) Die Sorge des Wirts: jeder holt sich sein Freibier, geht sofort im Anschluss und kommt nie wieder. Direkt gegangen nach dem Bier und einer Partie „Supertrumpf„sind wir zwar, aber mit dem festen Ziel, den Stachel mal wieder aufzusuchen! Über dem Stachel, also quasi im Erdgeschoss, befindet sich das Barrock. Im Prinzip ist es eine Sportkneipe mit Dart und Kicker, die ich ebenfalls noch nicht kannte. Auch nett und familiär, aber zu hell für lange Abende. Weiter ging es in die Wache, die extrem überfüllt war und dementsprechend nur als Lieferant für das Wegbier zum Namenlos taugte. Komisch, ich hatte die Wache bisher vor allen Dingen in den frühen Morgenstunden aufgesucht, wenn sonst nur noch das Blowup aufhatte. (Das Blowup ist übrigens nicht beim Quartett vertreten, hat mich etwas gewundert.) Letztendlich gingen wir dann noch ins altbekannte Namenlos, um den Cuba Libre abzustauben. Der war zwar an dem Abend eh im Angebot, aber hey, 3.50 € haben oder nicht haben!

Generell ist das Bonner Kneipenquartett eine super Gelegenheit, günstig wegzugehen und gleichzeitig nicht in einem Laden zu versacken, sondern immer neue Orte kennenzulernen. Unsere nächste Kneipentour folgt demnach bestimmt bald! Vielleicht werden wir ja die ersten, die alle Gutscheine eingelöst haben…

Übrigens, wer sich mehr für die Bonner Gastronomie als für das Nachtleben interessiert, der ist bei meiner Mit-Ironbloggerin Karin bestens aufgehoben. Sie launchte gerade ihr Portal Bonngehtessen.de!

6 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Mitzubekommen wie viel Spaß ihr beiden mit dem Kneipenquartett hattet – und sicherlich noch haben werdet – fordert zur Nachahmung heraus und bereitet Freude beim Lesen. Bitte mehr davon.

  2. Ich finde es eine Spitzenidee und absolut Zielgruppengerecht.
    Studis lernen die Stadt in der sie studieren ein bißchen kennen. Kriegen hier und da eine Vergünstigung und es ist genau, wie du sagst: man geht vielleicht an dem Abend schnell weiter, weil man sich mehr anschauen will, aber man weiss auch genau, wo man noch mal vorbeikommen wird.

    Danke für deinen Bericht und natürlich den Link auf meine Gastroseite für die älteren Semester, die mehr essen gehen 😉

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