Tune of the week: The Pretty Reckless – Going to Hell

Dank Gossip Girl Schauspielerin und Skandalnudel Taylor Momsen ist The Pretty Reckless eine Rock-Band, die von der Allgemeinheit nur bedingt ernst genommen wird. Bei ihrem Auftritt im Berliner Lido findet man sich daher zwischen Teenagern, Verfechtern des Emo-Looks, Indie-Pärchen und Rock-Opas wieder. Während die jungen Teenie-Mädels euphorisch auf Sängerin „Tayloooor“ warten, tun die Emo-Revivalfans auf cool: „Was für ´ne Taylor? Taylor Lautner?“. Als die blonde Sängerin nach einer viel zu langen Umbaupause die Bühne betritt, sind sich aber dann doch alle einig und schreien und applaudieren, was das Zeug hält.

Gestartet wird mit dem Opener der zweiten Scheibe „Going to Hell“ – „Follow me down“. Das Sex-Intro des Songs ist angesichts des niedrigen Altersdurchschnitts des Publikums doch etwas befremdlich und verursacht einen dieser unangenehmen Fremdschäm-Momente. Ansonsten gibt es an der Musikauswahl nichts zu meckern: The Pretty Reckless spielen routiniert ihr Programm runter – einen guten Mix aus alten Hits und den Highlights des neuen Albums. Ob „Make me wanna die“ oder „Heaven knows“, die Band macht ehrlichen Hard-Rock mit ordentlichen Riffs, welcher live durchaus zum Headbanging animiert. Da Miss Momsen „sick as a dog“ ist, hat sie mit den hohen Tönen ihre Schwierigkeiten, ihre „Ich bin zu cool für alles“-Rock’n‘Roll-Attitüde wirkt dadurch aber natürlich gleich noch authentischer.

Merkwürdig sind allerdings die langen Pausen zwischen den Songs. Pleks werden in die Menge geworfen, ein T-Shirt gibt es zu gewinnen… das ist dann doch etwas zu viel des Guten. Das Publikum ist bereits auf Seiten von The Pretty Reckless und feiert jede Bewegung von Front-Sängerin und Band. Da ist diese künstliche Bespaßung nicht wirklich nötig. Schließlich war zuvor sogar der Support aus Hamburg warm aufgenommen worden, obwohl Panama Picture mit ihrem launischen Post-Rock vermutlich nur den Geschmack von wenigen Anwesenden treffen konnten.

2 Kommentare

  1. Ich muss ja sagen: Ich liebe Taylor! Ich mag ihre Stimme super gern und muss neidlos zugeben, dass sie eine unheimlich hübsche Frau ist! Gossip Girl hin oder her 😉
    Liebste Grüße

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