Bye bye onlineshopping?

paketeIch geb’s zu, die letzte Woche war etwas paketlastig. Da kamen mein neuer Laptop, sechs Paar Sandalen (alle scheiße), eine Kleiderauswahl für die Silberhochzeit meiner Eltern, Armbänder… halt all das, was ich mir zurzeit kaufen wollte, aber offline nicht gefunden werden konnte. Gut, ich hab noch immer keine schlichten schwarzen Sandalen, aber immerhin ein schönes Kleid abgestaubt, ohne noch einen (weiteren) Tag in Berlin auf die Suche gehen zu müssen. Kann sein, dass mir bald oft nur diese Offline-Möglichkeit bleibt. Am 13. Juni tritt nämlich das neue Widerrufsrecht mit einigen Änderungen in Kraft. Abgesehen davon, dass man bald prinzipiell in 14 Tagen falsche Ware zurückschicken muss, ist folgender Punkt der „Knackpunkt“, wie man so schön sagt.

Bei den Rücksendekosten ändert die neue Gesetzeslage die Situation insofern, dass nunmehr grundsätzlich der Kunde die Kosten der Rücksendung zu tragen hat, egal um welche Ware es sich handelt. Etwas anderes gilt nur, wenn der Kunde hinsichtlich der Kostentragungspflicht nicht wirksam informiert wurde oder der Anbieter von sich aus die Rücksendekosten übernimmt und dies dem Verbraucher aus Kulanz einräumt.

Ich bestelle ja generell nur in den Onlineshops, die kostenlosen Rückversand anbieten (es sei denn ich verklicke mich und lande bei irgendeinem dubiosen Amazon-Drittanbieter). Schließlich stehe ich zwischen zwei Schuhgrößen, bin ziemlich wählerisch, was meine Kleidung angeht und finde sowieso, dass nicht alles in real so gut aussieht wie auf dem Hochglanzproduktfoto. Und natürlich habe ich keine Lust, letztendlich Portokosten zu tragen für etwas, was ich gar nicht behalte. Jetzt befürchte ich, dass es demnächst gar keine andere Möglichkeit gibt als nicht zu bestellen (bei mir wahrscheinlich) oder in den sauren Apfel zu beißen. Wobei ich natürlich noch darauf hoffe, dass die gängigen Onlineshops die Kosten weiterhin aus Kulanz übernehmen. Ich bin gespannt, was sich alles ab dem 13. Juni ändert.

5 Kommentare

  1. 3 Schreibtische neben mir sitzen ein paar Jungs von einem großen Onlineshop und dort ist man sich ganz sicher, dass die Großen der Branche, ihren Kunden die Rücksendekosten nicht in Rechnung stellen werden. In diesem Sinne „Keep calm and carry on“.

  2. Ich denke die großen Firmen werden sich das Geschäft dadurch nicht entgehen lassen und weiterhin einen kostenlosen Rückversand anbieten. Ist doch eh alles schon in die Preise einkalkuliert 😉

    Bei kleinen Verkäufern über ebay oder Amazon werde ich aber nix mehr kaufen.

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