Bedeutung

Hello Bikini Bridge

Für eine wie mich, die sich für Gewicht und damit einhergehende Krankheiten interessiert, war die „thigh gap“ immer ein völlig merkwürdiges Ziel. Mit O-Beinen hat man schließlich auch eine Lücke zwischen den Schenkeln. Jetzt gibt es einen Trend, der die „thigh gap“ ablöst: die „Bikini Bridge“, den Abstand zwischen Leiste und Bikinihöschen, verursacht von den hervorstehenden Hüftknochen. Viele Mädchen posten ihre Brücke auf sozialen Netzwerken wie Instagram. Der traurige Witz dahinter: eine Gruppe von 4Chan Usern wollte einfach mal testen, wie schnell sich ein neuer Diätwahn verbreitet. Die Antwort: sehr schnell. Leider.
(500. Post übrigens, wuhu!)

Fuck, that’s much to tell

Heute war so viel los im Netz, man kam gar nicht mehr hinterher. Ich fass es mal für euch zusammen.

Bei Twitter wurde sich ordentlich aufgeregt: über die #volvicmaedchen von Spiegel Online, über den Homosexuellen-Feind Barilla und die Sexismus-Debatte anhand eines „Oberkörperfrei-Verbots“ im AJZ Bielefeld (als alten Hardcore-Hörer schockt mich sowas null). Außerdem sammelten die User unter dem #nudelnmitketchup Stories von Twitterern, die ihr Studium nur mit Geldschwierigkeiten über die Runden bekommen (haben). Und der Rest des Internets? Auf meedia.de findet sich ein interessanter Artikel über die PR-Pannen von Samsung (aktuell: goldenes Handy) und bei Facebook lassen sich jetzt Statusmeldungen im Nachhinein bearbeiten. Für Aufreger sorgt auch die Seite „München kotzt„, als Sammlung zum Oktoberfest. Dieses asoziale Spektakel vermisse ich echt nicht.

Twerk, Twerk – the new booty popping craze

Wenn ich schon keine GIF-Sammlung der Minions poste (ich kenn die Filme einfach nicht), dann doch wenigstens etwas zum „Twerking“. Twerking ist eine sehr hüftlastige Tanzart, mit der gegen die Unterdrückung durch Sklaverei protestiert wird. Oder wie theage.com es beschreibt, heutzutage einfach nur noch „a dance move that involves a person shaking their hips and bottom in a sexually provocative manner“. Wieder online populär geworden ist Twerking vor allen Dingen durch (die niemals mit Sklaverei/Unterdrückung in Berührung gekommene) Miley Cyrus. Die Sängerin postete im März ein Twerking-Video von sich selbst, sodass Jay-Z ihre Tanz-Vorliebe in seinem Song „somewhereinamerica“ aufgriff: „Cause somewhere in America, Miley Cyrus is still twerkin’/Twerk, twerk, twerk, twerk/Twerk, Miley, Miley, twerk.“ Später machte er sich auch noch auf Twitter über sie lustig, als er von einem Fan gefragt wurde, ob er meint, sie wäre noch immer am Twerken. Die Antwort des Rappers: „yes! she represents an old worlds worst nightmare“. Miley macht das freilich nicht viel aus: Sie etablierte das Hashtag #twerkmileytwerk und fährt auf ihrer Twerking-Schiene weiter. (mehr …)

#publicwankingonyoutube

… ist gerade Trending Topic auf Twitter. Dabei dreht es sich tatsächlich um genau das, was das Hashtag aussagt: Die „Janoskians“ aus Dänemark holen sich in aller Öffentlichkeit einen runter. Ich hab mir das Video nicht einmal komplett angesehen – gibt es einen traurigeren Versuch, bekannt zu werden?

Proper names are poetry in the raw

Sklaven wurden früher ihrer Identität beraubt, indem sowohl Name als auch Geburtstag verheimlicht wurden. Denn es sind gewissermaßen diese beiden Dinge, an denen wir uns ein Leben lang orientieren und die uns von Anfang an ein Gefühl von Wichtigkeit geben. Ständig verteidigen wir das eigene Geburtsdatum („Geburtstag im Sommer finde ich am besten!“) und auch an unseren eigenen Vornamen haben wir größtenteils nichts auszusetzen („Den kann man wenigstens nicht abkürzen!“).
Wahrscheinlich interessiert es uns deswegen wohl auch, welche Vornamen am meisten vergeben werden – ganz unabhängig davon, ob wir gerade schwanger geworden sind, schon in den Wechseljahren oder noch längst nicht bereit für Nachwuchs. Pünktlich zum Jahreswechsel veröffentlichte beliebte-vornamen.de nun die Babynamenliste für 2012; ausgewertet wurden etwa 25 % der deutschen Geburtsmeldungen. Trotz der immer größeren Namenvielfalt hat sich die Top Ten im Vergleich zu 2010 und 2011 kaum geändert: Bei den Mädchen sind Mia, Emma und Hannah die Spitzenreiter, bei den Jungs werden Ben, Luca und Paul am häufigsten gewählt. Da kann ich mich wohl ein weiteres Jahr freuen, dass mein Vorname Ines so selten bleibt, wie er hierzulande ist!

Chaya, para, ticara!

Haftbefehls Zeile „Chabos wissen, wer der Babo ist“ wollte ich eigentlich nicht auf diesem Blog stehen haben. Zurzeit gibt es aber einen Artikel auf jetzt.de, in dem jene türkischen und kroatischen Lehnwörter erklärt werden, die sich langsam in den multikulturellen Jugendslang einschleichen, unter anderem also auch „chabo“ und „babo“. Eigentlich doch ganz interessant! Ansonsten gibt es morgen für Apple-Besitzer noch mehr Geschenke: Die 12 Tage App Aktion startet wieder.

YOLO – again

Das Akronym YOLO ist also das „Jugendwort des Jahres 2012„. So nervig und völlig überzogen diese Hypewelle auch war, irgendwie gerechtfertigt ist die Wahl schon, schließlich posteten im Sommer Tausende von Teenies irgendwelche komischen Bilder mit noch komischeren Sprüchen zum Motto „you only live once“ (s. links). Dummerweise ist das jetzt alles schon so lange her, dass nicht einmal das Lustigmachen darüber noch lustig ist. Auch wird längst nicht mehr ironisch „#yolo“ an jeden zweiten Tweet gehängt oder sich über Tattoos zu der ach so neuen Lebensweisheit mockiert.
So zeigt die Wahl zum Jugendwort vor allen Dingen, wie schnelllebig Trends sind – und dass die älteren Generationen bei derartigen Internetphänomenen völlig hinterherhinken. Aber dafür gibt es ja diesen Blog.

I just can’t stop.

Nachtrag zum Photogenic Guy, denn jeden Tag sehe ich neue Memes. Das wird es jetzt aber gewesen sein! Wirklich.

Mittlerweile auch ein großer Hit in den News, ob bei den Fox News oder bei abc (s.oben).

Guy, you seem ridiculously photogenic

Da nimmst du einfach so am Cooper River Bridge Run in Charleston (South Carolina) teil und siehst ein paar Tage später dein Foto überall im Internet. Nicht, weil du das Rennen gewonnen hast, sondern, weil die Fotos des Laufs zeigen, dass du extrem fotogen bist. Oder auch: ridiculously photogenic. Es entstehen Collagen mit deiner Visage, du wirst nach Interviews gefragt und du bekommst deinen ersten Facebook Fanaccount. Dem New Yorker Zac Little ist das passiert. Schuld daran war folgendes Foto:

Während die anderen LäuferInnen vor Anstrengung das Gesicht verziehen oder ihre Cellulitebeine der Öffentlichkeit darbieten, lächelt Mister Little in die Kamera – ohne überhaupt zu realisieren, dass sie dort ist. Irgendjemand betitelt den Typen als „ridiculously photogenic guy“ und das Lauffeuer beginnt. Zac Little wird ein Internet-„Meme“, also ein Bild oder eine Idee, die in sich selbst nicht verändert wird, aber sich immer an andere Umstände anpasst. Innerhalb kürzester Zeit ist der Ridiculously Photogenic Guy so bekannt wie der „lazy college senior“ oder das „annoying facebook girl„.

Zahlreiche Files wurden seitdem mit dem photogenen Herrn angefertigt, ich habe euch mal ein paar der besten Memes herausgesucht.

Mehr zum Thema gibts bei knowyourmeme.com oder bei tumblr!

Copyright ist bei den Fotos ja direkt per Watermark angegeben.