Chiwetel Ejiofor

I don’t want to survive. I want to live.

Review: 12 Years A Slave

Nordamerikanische Sklavenerzählungen aus dem 19. Jahrhundert gibt es viele. Berechtigterweise. Schließlich wollten die Autoren mit ihren qualvollen Schriften erreichen, dass der Abolitionismus weiter vorangetrieben wurde. Eins dieser „slave narratives“ ist „Twelve Years A Slave“ von Salomon Northop. Es sind die Memoiren eines Schwarzen, der in New York in Freiheit lebt, eines Tages entführt, in die Sklaverei verkauft und zwölf Jahre lang als Sklave in Louisiana festgehalten wurde. Unter Regie von Steve McQueen wurde das Drama verfilmt, für die Produktion zeichnete sich (u.a.) Brad Pitt verantwortlich. Im Mittelpunkt steht aber natürlich Schauspieler Chiwetel Ejiofor als Solomon Northup. Denn der Film ist ebenfalls sehr auf Northups Geschichte zentriert: Wir erfahren, wie Solomon vor der Sklaverei lebt, wie er in die Hände von Sklavenhändlern gelangt und wie er sich dann bei verschiedenen Mastern durchschlägt. Baumwoll-Pflücken, Floßbauen, Botengänge – Solomon macht alles und versucht immer, wie ein einfältiger Schwarzer zu wirken, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen. Allein sein talentiertes Geigenspiel fällt auf, welches ihm aber zumindest etwas „Freizeit“ und die Gunst mancher Master bringt. (mehr …)