film

There’s a difference between really loving someone and loving the idea of her

Nachdem mir erst vom Buch und dann auch noch vom Film vorgeschwärmt wurde, habe ich mir dann gestern auch endlich mal „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ angesehen. Roman und Verfilmung drehen sich um eine verschwundene Ehefrau und die alles beherrschende Frage: entführt, geflohen, getötet oder lebend? Hauptdarsteller Ben Affleck mag ich zwar irgendwie nicht, aber dafür bewundere ich Regisseur David Fincher und Hauptakrice Rosamund Pike zählt auch zu den sympathisch wirkenderen Schauspielerinnen. Damit hielt sich meine Vorab-Einstellung die Waage. Und meine „Danach-Meinung“? Ich habe mich 150 Minuten unterhalten gefühlt, alle Schauspieler waren überzeugend und die Story war nicht zu schnell, nicht so langsam umgesetzt. Ab ca. 2/3 des Films war mir dann aber alles zu abgedroschen und realitätsfern. Das hätte man als Buchkenner natürlich erwartet, während ich mit geschocktem Gesicht im Kinositz saß. Da kann ich ohne Spoilern nur sagen: etwas eingeschränkte Weiterempfehlung. Oder was meint ihr?


Tune of the week: The National – Terrible Love

Diese Woche habe ich Berlin mal richtig ausnutzen können: ich besuchte nicht nur eine Show der Fashion Week und saß in der „Front Row“, ich war auch bei der Premiere von „Mistaken for Strangers„, in Anwesenheit von Matt und Tom Berninger.

Review: Mistaken For Strangers

Vom Dreh anspruchsloser Horror-Splatter-Movies zum angesagten Dokumentar-Regisseur: so lässt sich die Karriere von Tom Berninger kurz und knapp zusammenfassen. Tom Berninger, das ist der kleine Bruder von Matt Berninger, seines Zeichens Sänger der überaus gefeierten Indie Rockband The National. Während Matt die großen Bühnen der Welt besingt, hängt Tom in Cincinnati rum und bemitleidet sich selbst. Matt lädt ihn daraufhin ein, die nächste The National Tour als Roadie zu begleiten. Tom ergreift die Gelegenheit, ist aber nur ein halbwegs akzeptabler Tourbegleiter: statt Handtücher und Essen bereit zu halten, filmt er lieber alles, was um ihn herum geschieht. (mehr …)

Male50cent

Na, habt ihr euch schon „Maleficent“ (sprich: Malificint) angeschaut? Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich den Angelina Jolie Märchenfilm wirklich sehen möchte. Dafür amüsiert mich die Entstehung des passenden Filmplakat-Memes aber ziemlich. Ich schätze, Showmasterin Ellen Degeneres fing mit ihrem „Elleficent“-Plakat Rip Off an und später folgte dann dieser 50 Cent Scherz bei Tumblr. Ich kann aber nicht wirklich was dazu finden und hoffe, da kommt noch mehr…

Even bad times have good things in them to make you feel alive

Review: „A Long Way Down“

Ob ein Selbstmord schon mal gescheitert ist, weil sich in genau dem Moment an genau dem Ort noch jemand anderes das Leben nehmen wollte? Nick Hornby bringt diese Situation in seinem jetzt verfilmten Roman „A Long Way Down“ ad absurdum: Gleich vier Personen möchten sich in der Silvesternacht auf einem Londoner Hochhaus das Leben nehmen: Talkmaster Martin (Pierce Brosnan), Vollzeit-Mutter Maureen (Toni Collette), Politikerkind und Partyqueen Jess (Imogen Poots) sowie der pizzaliefernde Musiker Jesse (Aaron Paul). Da ein Selbstmord mit wartenden Zuschauern nicht mehr so attraktiv erscheint wie zuvor, verbringen die vier stattdessen die Nacht miteinander und erzählen sich ihre Lebensgeschichten – allen voran natürlich den Grund für die Misere, aus der sie sich befreien wollen. Letztendlich schließen sie einen Pakt: bis zum Valentinstag bringt sich niemand um. In den folgenden sechs Wochen passen die Selbstmordgefährdeten aufeinander auf, freunden sich an und erlangen so sogar mediale Berühmtheit. Aber ob das ein Grund ist, am 14. Februar auf den tödlichen Sprung zu verzichten? (mehr …)

Ben got his robin

Mittlerweile ist Ben Affleck ja nicht mehr „Pearl Harbor“-Schnulzenschauspieler, sondern durchaus ernstgenommener, Oscar-prämierter Regisseur. Mit der Nachricht, dass Mister Affleck nun Batman wird, haben aber doch die wenigsten gerechnet. Ob das so passt? Die Netzwelt sagt nein, Zeit Online sagt ja.

Batman and Robin gone viral

You fucked up my son’s life; therefore, you fucked up my life

Kurzreview „Place Beyond the Pines“
Ein Film mit Ryan Gosling und Bradley Cooper spricht für viele kreischende Frauen im Kinosaal. Diese Besetzung sowie Regisseur Derek Cianfrance (Blue Valentine) deuten allerdings auch an, dass  es sich um einen eher ungewöhnlichern Film abseits des Hollywood-Mainstreams handelt. Und richtig, „Place beyond the Pines“ ist ein liebevolles (Thriller/Action-) Drama in drei Akten, zentriert auf drei Personen(-paare). Gestartet wird mit Motorradstuntman Luke (Gosling), als er entdeckt, dass er einen Sohn mit seiner kurzen Affäre Romina (Eva Mendes) hat. Er hängt kurzerhand sein Zirkusleben an den Nagel und beginnt in einer Werkstatt zu arbeiten. Da das Geld zur Unterstützung des Kindes nicht reicht, entscheidet er sich mit seinem neuen Kumpel eine Bank auszurauben. Das läuft erfolgreich, sodass der Wunsch nach weiteren Überfällen größer wird … (mehr …)

Now bring me prisoner 24601, your time is up and your parole’s begun …

Review vom Kinofilm „Les Misérables“
(startet heute!)

Du magst Musicals? Bei all den schon gesehenen Kinofilmen, Konzerten und Theatervorführungen ist ein derart musikalischer Besuch der Schauspielhäuser eine gelungene Abwechslung für dich? Dann gibt es jetzt eine kostengünstige Alternative: Die Verfilmung des über dreißig Jahre alten Musicalgiganten „Les Misérables“. Dank Starbesetzung, drei „Golden Globes“ Trophäen sowie acht „Oscar“-Nominierungen kam man schon in den letzten Wochen nicht an dem Movie vorbei. Heute startet es auch endlich in den deutschen Kinos.
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Tune of the week: Do you hear the people sing?

Die finale Woche meines Auslandssemesters ist angebrochen. Kurz vor den Klausuren bekam ich in den letzten Tagen noch einmal Besuch und war unterwegs in Edinburgh. (Sonst hätte ich wohl etwas zu den Oscar-Nominierungen oder den People’s Choice Awards – Gewinnern verlauten lassen.)
Jedenfalls kam ich so endlich in den Genuss,  den Film zum Musical „Les Misérables“ zu sehen. Mein Review folgt zum Deutschlandstart am 21. Februar, hier aber schon einmal „Do you hear the people sing“ vom Soundtrack.

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So you know German? No wonder you don’t like fun things!

Review von „Pitch Perfect“
(Kinostart: heute aka 20. Dezember)

Vielleicht hat es damals mit der kitschig-kindischen “High School Musical” Reihe angefangen, vielleicht mit der alles in den Schatten stellenden Erfolgsserie “Glee”: In Zeiten, in denen selbst Traditionsmusicals wie “Les Miserables” auf die große Leinwand transferiert werden, ist es kein Wunder, dass auch Hollywood Gefallen an musiklastigen Movies findet. Der neueste Streich: “Perfect Pitch” mit “Twilight”-Star Anna Kendrick in der Hauptrolle als Beca. (mehr …)

Discover the life of an irresponsible adolescent

Geht man in eine Sneak Preview, zahlt man nur einen kleinen Geldbetrag und bekommt dafür irgendeinen Film geboten, der demnächst ins Kino kommt. Da sieht man dann selten den ganz großen Kracher, den sich alle erhoffen, ständig irgendeinen französischen Independent-Kram, der sonst niemanden interessieren würde, und manchmal einen Film, der sich, ganz unerwartet, als Hit entpuppt. Als „Starbuck“ eingeleitet wurde, war die direkte Flucht schon verlockend: Im Vorspann präsentierten sich zig französische Produktionsfirmen, es wurde sich mit irgendwelchen Filmfestivals geschmückt und zu guter Letzt gab es noch den Hinweis auf die „Culture Quèbecois“. Kanadisch-französische Filmkultur ist hierzulande ja nicht gerade bekannt. Nichtsdestotrotz: Wenigstens der Popcorneimer wollte noch geleert werden, also konnte man auch die ersten Minuten von „Starbuck“ mitnehmen. Ich blieb den ganzen Film sitzen. (mehr …)