kritik

Never-ending racism

Foto von Jamelle Bouie [CC-BY-2.0] via Wikimedia Commons

Eigentlich war für heute ein Beitrag über Beyoncé, ihr neues 7/11 Video und die daraus entstehenden Memes angedacht. Läuft schließlich bei ihr, um das Jugend’wort‘ des Jahres weiter auszuschlachten. Nach einem kurzen Blick auf meine Timelines wird’s aber doch Zeit Ferguson und Michael Brown eine weitere Stimme zu geben. Als weiße Deutsche ohne sonderlich erwähnenswerten Migrationshintergrund habe ich Rassismus nie selbst erfahren, aber doch ausreichend oft erlebt. Alltags- und gelebter Rassismus ist schließlich auch hierzulande keine Seltenheit und ich selbst versuche mich, ausdrücklich davon zu distanzieren. (mehr …)

God is coming back and he is going to be pissed

Review: John Niven – Gott Bewahre (The Second Coming)

Ein Buch mit einer rauchenden Jesus-Figur auf dem Cover und dem bedeutungsschwangeren Titel „Gott Bewahre“ ist vermutlich nicht der offensichtlichste Anwärter auf den netten Bonus-Aufkleber „Bestseller“. Mit Skandalautor John Niven als verantwortlichen Schreiberling ist jedoch direkt eine vielversprechende Grundlage gelegt, die schon nach ein paar Seiten den Erfolgsstatus des (neuerdings) Taschenbuchs rechtfertigt.

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Berlin Festival 2014 – Review

InesBerlinFestivalWas wurde im Vorfeld gemeckert. Was wurde währenddessen gemeckert. Was wird im Nachgang gemeckert. Eine etwas andere Sicht zum Berlin Festival 2014 auf dem Arena-Gelände – von einer unvoreingenommenen (da niemals zuvor dort gewesenen), mit-elektronischer-Musik-zu-begeisternden Person. (mehr …)

(not) invisibobble

invisibobbleIn meinem Umfeld schwärmten so einige von „Invisibobble„, dem Haargummi, das angeblich keinerlei Knicke in den Haaren hinterlässt. Mich lassen zwar die meisten Werbefilme kalt, aber Freunde können mich recht schnell überzeugen und so bestellte ich mir fix so’n Dreierpack. An einem der „ich erkunde mit meinem Besuch komplett Berlin“-Tage trug ich eines der Bobbles und kann euch deswegen nun sagen, dass

a) der Zopf merkwürdig absteht (siehe Foto 1)
b) sie extrem schnell ausleiern und
c) SIE VOLL DIE KNICKE HINTERLASSEN (siehe Foto 2)

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Going to Hollywood with Kim Kardashian

2014-07-24 18.59.18Kim Kardashian ist nicht einfach nur die „Frau von“, sondern auch: Kim Kardashian, eine der meistfotografiertesten Promis Hollywoods. Geschafft hat sie das ganz ohne Talent, denn sie kann weder singen, noch schauspielern, noch modeln, noch hat sie einen hochdotierten wissenschaftlichen Preis gewonnen (haha). Was sie allerdings definitiv kann: sich selbst (und ihren Po) erfolgsbringend vermarkten. Da liegt es doch nahe, dass sie genau diese Expertise spielerisch weitergibt. Spielerisch? Ja, spielerisch. Mit der kostenlosen iOS und Android App „Kim Kardashian: Hollywood“ erlebt man Abenteuer auf dem roten Teppich, ganz nach dem Motto „Erschaffe deinen eigenen Promi und komm ganz groß raus!“.

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The best festival phone review

Auf Festivals verzichten viele auf ihr Smartphone und greifen zu einem „Stein“, aka dem alten Tastenhandy mit den polyphonen Klingeltönen. Nokia hat sich das zunutze gemacht und brachte ein Wacken-Handy auf den Markt – reduziert in den Funktionen, aber besonders robust. In den Amazon-Kundenreviews finden sich ja immer so einige Sahnestücke, aber eine Bewertung zu diesem Handy zählt wirklich zu den ganz famosen. Hier ein Auszug: (mehr …)

Tune of the week: The National – Terrible Love

Diese Woche habe ich Berlin mal richtig ausnutzen können: ich besuchte nicht nur eine Show der Fashion Week und saß in der „Front Row“, ich war auch bei der Premiere von „Mistaken for Strangers„, in Anwesenheit von Matt und Tom Berninger.

Review: Mistaken For Strangers

Vom Dreh anspruchsloser Horror-Splatter-Movies zum angesagten Dokumentar-Regisseur: so lässt sich die Karriere von Tom Berninger kurz und knapp zusammenfassen. Tom Berninger, das ist der kleine Bruder von Matt Berninger, seines Zeichens Sänger der überaus gefeierten Indie Rockband The National. Während Matt die großen Bühnen der Welt besingt, hängt Tom in Cincinnati rum und bemitleidet sich selbst. Matt lädt ihn daraufhin ein, die nächste The National Tour als Roadie zu begleiten. Tom ergreift die Gelegenheit, ist aber nur ein halbwegs akzeptabler Tourbegleiter: statt Handtücher und Essen bereit zu halten, filmt er lieber alles, was um ihn herum geschieht. (mehr …)

The statistical probability of love at first sight

Review: Jennifer E. Smith – The statistical probability of love at first sight (Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick)

Young Adult Romane sind nie die anspruchsvollsten. Sie sind nette, kleine Büchlein für zwischendurch, die man im besten Fall an einem Abend verschlingt. Im besten Fall. „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ beschreibt zwar nur 24 Stunden, der Lesevorgang kann sich jedoch durchaus über eine Woche erstrecken. Mal hier, mal da eine Seite – die 216 an der Zahl plätschern lieber einfach nur vor sich hin. Vermutlich ist die Story einfach zu begrenzt: Die Amerikanerin Hadley fliegt zu der Hochzeit ihres Vaters nach London und ist (natürlich) überhaupt nicht begeistert, dass dieser sich entschieden hat, ihrer Mutter „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Glücklicherweise verpasst sie ihren ersten Flug und trifft beim Warten auf Oliver, einen Briten, der in Yale studiert und für ein paar Tage zurück in seine Heimat fliegt. Die beiden verstehen sich (natürlich) direkt, sitzen dann (natürlich) nebeneinander im Flieger und vertreiben sich die lange Zeit in der Luft mit lustigen Gesprächen. Sie sind (natürlich) wie füreinander geschaffen, aber in Heathrow muss Hadley so schnell in ihr Taxi steigen, dass sie (natürlich) keine Kontaktdaten austauschen können. Ob sie sich trotzdem nochmal wiedersehen? Natürlich.

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Tune of the week: M83 – Wait

Ich bin großer Fan von John Greens Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und natürlich musste ich mir die diesjährige Verfilmung ansehen. Der Hype um das Buch und seine Charaktere ist ungebrochen und nun liest man auch noch die ganze Zeit Tweets à la „Ich komm gerade heulend aus dem Kino“ (ich will mich da jetzt nicht von ausnehmen). Das kann schon mal etwas nervig sein, aber so ist es ja immer mit Dingen, die (sehr viel) beliebter sind als andere. Kommen wir lieber auf den Film zu sprechen: das Buch fasst nur 300 Seiten und die Verfilmung hat eine Länge von 125 Minuten, man könnte also meinen, dass quasi alles detailgetreu wiedergegeben wird. Tatsächlich wird nah an der Vorlage gespielt und sogar SMS und Emails werden eingeblendet. Irgendwie hat man aber trotzdem das Gefühl, dass einzelne Szenen etwas „schnell“ sind, damit man wirklich alles reinquetschen konnte, während andere Parts sogar künstlich aufgebauscht werden, weil sie schon vorher Publikumslieblinge waren. Schauspielerisch kann man nicht meckern, Shaileene Woodley ist die ideale Besetzung für die kranke Hazel Grace und die anderen Akteure kämen wohl auch besser an, wenn die Synchronstimmen nicht so furchtbar unpassend wären (und ich hab mir Augustus hübscher vorgestellt haha). Was mich aber wirklich uneingeschränkt begeistert hat, ist der Soundtrack. Ich steh auf den Titeltrack „All of the Stars“ von Ed Sheeran (peinlich!) und bin verliebt in „Wait“ von M 38. Da stand mein Tune of the week schnell fest!

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You know nothing, SPON journalist

Gefühlt fährt gerade jeder auf’s Hurricane/Southside Festival und es werden sich wohl auch so eeeeinige Journalisten dorthin begeben.  Ich hoffe, diese stellen sich nicht so an wie der Rock am Ring Reporter Arno Frank. Der Spiegel Online Schreiber verzichtete auf den Festivalbericht und veröffentlichte lieber eine Beschreibung seiner Zeltodyssee. Er fand einfach keinen akzeptablen Platz mehr, als er Freitag anreiste. Wie auch, wenn RaR am Donnerstag offiziell begann und ab Dienstag die Fans das Campinggelände stürmten? Nächstes Mal gebt ihr mir dann einfach den Pressepass, ja? (Übrigens entdeckt dank Herrn Derix auf Facebook. Besser spät, als nie!)