Nirvana

Tune of the week: Nirvana – Where did you sleep last night

IMG_3324Ich hasse es, dass überall Nirvana läuft.  Ob auf 80er Parties, auf 90er Parties, auf Trash Parties, auf Rock-Parties, auf Normalo-Parties, in Castingshows und Reality TV, „Smells like Teen Spirit“, „Come As You Are“ und Co. werden gnadenlos ausgeschlachtet. Da ist es kein Wunder, wenn meine werte Lieblingsband niemand mehr ernst nimmt. Gestern war ich zum Beispiel beim Roller Derby Spiel bzw. „Bout“ der Berlin Bombshells gegen die Crime City Rollers Malmö. Der Sport ist echt cool, ich hatte Spaß und dann lief in der Halbzeit – wie soll es auch anders sein – „Smells Like Teen Spirit“.  Gibt ja auch keine 34.538.573 Rocksongs, die jeder kennt. Also darüber freuen oder wütend gucken? Ich kombinierte beides. Und nehme heute aus Trotz „Where Did You Sleep Last Night“ als Tune of the week. Das wird mich morgen auch wieder wecken (Montag, urgh).
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hate your enemies save your friends

2013-09-25-18-42-20_decoNirvana ist eine Band, die so richtig ausgeschlachtet wird. Best Of Box, Best Of Album, Live-DVD, 20 Jahre „Nevermind“ Neuauflage und jetzt 20 Jahre „In Utero“ Edition. Das Schlimme daran: es stört mich nicht mal. Klar, ob man jetzt den 86543. bisher unveröffentlichten Demo-Song braucht, sei mal dahingestellt (es gibt einen Grund, dass die 20 Jahre lang nicht angerührt wurden!). Aber ich mag den immer wieder aufkeimenden Hype um die Band. Nirvana sind schon so lange Geschichte, dass man nie etwas Neues liest. Da erfreut sich mein Herz an den ganzen Dave Grohl-Interviews (seines Zeichens Drummer von Nirvana) und Nostalgie-Artikeln, die zurzeit überall aufploppen. Hier zum Beispiel.

We wanted to do a new song […] and it’s heavy as fuck

Nirvana meets Paul McCartney. Eine merkwürdige und auch ungewöhnliche Kombination, aber irgendwoher mussten die Grungehelden ja einen Sänger nehmen, um beim „Sandy Relief Concert“ gemeinsam aufzutreten. Gespielt wurde nicht etwa ein Nirvana- bzw. Beatles-Cover, sondern ein brandneuer Song. O-Ton Dave Grohl:

Tonight I played with Paul McCartney, Krist Novoselic and Pat Smear. We did a song that we wrote together. It’s a song that we wrote and recorded, no one has ever heard it before so nobody knows it exists. I think people were expecting us to do a Beatles song or a Nirvana song but when I first called Paul to see if he would come jam with us none of us wanted to do a Beatles song or a Nirvana song, we wanted to do a new song so we wrote and recorded a new song in a day and it’s heavy as fuck.

Auf Youtube könnt ihr euch die Performance ansehen, mir persönlich geht es zu sehr in Richtung Queens of the Stone Age / Them Crooked Vultures.

What a strange power there is in clothing

Jeansjacken gehören dieses Jahr zur Frühjahrsmode dazu. Damit meine neue Jacke nicht im Einheitsbrei verschwindet, fasste ich kurzerhand die Idee, den kompletten Rücken mit Patches meiner Lieblingsbands zu verzieren. War schwieriger als gedacht, denn selbst in den Weiten des Internets ist die Auswahl solcher Patches begrenzt – es sei denn, man möchte ACDC und andere Klassiker. So suchte ich all meine alten Patches zusammen, durchforstete ebay und bestellte nach kurzem Zögern sogar noch bei Bridge9 in Amerika (womöglich die kleinste Overseas-Bestellung, die sie je erhalten hatten).  Bei Ankunft dieses Briefes nähte ich dann alle vorhandenen Patches an. Das ist wohl auch das Einzige, was mir mit meinen schlechten Nähkünsten gelingt. Aber voilà, ich bin zufrieden – ein bisschen DIY hat schließlich noch niemandem geschadet.

Folgende Bands wurden verewigt: Marilyn Manson, Give up the ghost, Have Heart, Punch, Nirvana und The Strokes (hinten) sowie Beatsteaks (vorne). Eine etwas abenteuerliche Kombination, passt jedoch wunderbar zu meinem Musikgeschmack.

Update (22.03.14): Die Jeansjacke wird noch immer gerne getragen. Wurde aber relativ schnell viel voller, daher ein kurzes Foto-Update.

jeansjacke