Pokemon

Beware of shenanigans

Hpokemon challengeeute glaube ich wieder den ganzen Tag lang nichts. Und bin schon jetzt absolut überzeugt davon, dass der beste Aprilscherz von Google kommt. Die verarschen uns nämlich nicht, sondern lassen in der mobilen Version von Google Maps nach Pokémon suchen. Der erste, der seinen Pokédex voll hat, darf bei Google arbeiten. Hier kommt wahrscheinlich der Aprilscherz ins Spiel, aber egal: Pokémon! ❤

Da denke ich doch gleich an meine Kindheit zurück („Ich kann jetzt nicht aufhören, ich bin mitten in einem Kampf!“).

So, you drink and smoke at age 13? It might surprise you, but that’s not cool.

Mit 20 bin ich wohl kaum die Älteste auf diesem Planeten und trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich langsam in diesen „Früher war alles besser“-Club einsteige. Ist ja auch irgendwie klar. Wir 90er-Kinder hatten Diddl Blätter, unbearbeitete Disney-Filme, Pokémon auf dem Gameboy Color und Popmusik, für die man mittlerweile eigene Partys schmeißt. Und vor allen Dingen hatten wir eines: Kein Internet, schon gar nicht auf dem Mobiltelefon. So gern ich das World Wide Web heutzutage nutze, ich bin froh, dass ich damals noch an die Haustür meiner besten Freundin geklingelt habe, um mich mit ihr zu treffen, anstatt vorher mit ihr per Whatsapp den Treffpunkt abgemacht zu haben. Ich bin froh, dass ich nicht schon mit zwölf meinen Beziehungsstatus angeben musste. Ich bin froh, dass nur beim Kindergeburtstag gezählt wurde, wie viele Freunde ich habe und nicht jeden Tag bei Facebook. Ich musste nicht um Likes bei meinen Fotos betteln und noch viel wichtiger: Fotos aus diesem Alter sind von mir auch gar nicht im Internet zu finden. Nie.

Das Auffinden solcher Fotos wäre aber wahrscheinlich gar nicht so schlimm. Sie wären zwar unfassbar peinlich, was sämtliche Outfits angeht, würden aber sonst nichts Schlimmes verraten, denn ich habe im „Teenie-Alter“ weder getrunken noch gekifft. Und schwanger war ich sowieso nicht. Das fand auch niemand komisch, man mag es kaum glauben. Ich konnte auch noch mit elf die Bravo lesen, ohne merkwürdig angeguckt zu werden. Ich musste mit 14 nicht die Modestrecken aus der Vogue auswendig können und mich dementsprechend kleiden. Ich brauchte auch noch keine diversen „Beziehungen“ zum vorweisen meiner Normalität oder mehrere Krankenhausaufenthalte mit zu viel Promille im Blut.

Deswegen finde ich meine Kindheit im Nachhinein ganz schön cool. Uncool ist dagegen das Verhalten der „Jugend“ von heute. Es wird zwar von der Gesellschaft so vorgegeben, trotzdem ist eine solche Entwicklung erschreckend. Also ihr „Teenis“ – ich beneide euch überhaupt nicht! Naja okay, vielleicht um den besseren Modegeschmack… Und darum, dass ihr vielleicht noch eine Abi-Mottowoche erleben dürft, da werd ich ja schon ein bisschen nostalgisch.