Rassismus

Never-ending racism

Foto von Jamelle Bouie [CC-BY-2.0] via Wikimedia Commons

Eigentlich war für heute ein Beitrag über Beyoncé, ihr neues 7/11 Video und die daraus entstehenden Memes angedacht. Läuft schließlich bei ihr, um das Jugend’wort‘ des Jahres weiter auszuschlachten. Nach einem kurzen Blick auf meine Timelines wird’s aber doch Zeit Ferguson und Michael Brown eine weitere Stimme zu geben. Als weiße Deutsche ohne sonderlich erwähnenswerten Migrationshintergrund habe ich Rassismus nie selbst erfahren, aber doch ausreichend oft erlebt. Alltags- und gelebter Rassismus ist schließlich auch hierzulande keine Seltenheit und ich selbst versuche mich, ausdrücklich davon zu distanzieren. (mehr …)

Frei.Wild Pt.II & Kesici

kesicirostockFalls ihr wissen wollt, wen die Allgemeinheit gerade mal wieder hasst: Es ist Martin Kesici. Weil der Jennifer Rostock hasst. Die wiederum Frei.Wild hassen. Um das Pferd von hinten aufzurollen: Ob Frei.Wild rechts sind, weiß man nicht. Für den Echo nominiert wurden sie trotzdem zweimal hintereinander. Jennifer Rostock schmeckt das nicht und darum sagten die Bandmitglieder zum zweiten Mal in Folge ihre Echo-Teilnahme ab. Martin Kesici findet, dass das alles nur Eigen-PR ist und teilte auf seiner Facebookseite einen entsprechenden Artikel – vermutlich zur eigenen PR.

It’s hard out here for a bitch

Lily Allen hat nach langer Zeit mal wieder ein Musikvideo draußen. Und während „Hard out here“ von vielen Medien als rassistisch bezeichnet wird, wird die Sängerin bei Tumblr aufgrund ihrer „Blurred Lines“-Verarsche ziemlich gefeiert. Auch dürfte ihre Stellungnahme bei Twitter alle Vorwürfe aus der Welt räumen.

 

Wer sich das Video mal komplett anschauen möchte, findet es bei tape.tv!

I’m not a racist, but…

Das Thema Fremdenhass wird nie alt, zurzeit sorgt der „Fall Kuttner“ für Polarisierung: Mola Adebisi bezeichnete seine Ex-Kollegin Sarah Kuttner öffentlich als Rassistin. Größtenteils ist der allgemeine Tenor dazu aber leider eher contra Adebisi („will der auch mal wieder von sich reden lassen?“), anstatt dem Problem ins Auge zu sehen: Diese Reaktion zeigt nur ein weiteres Mal, dass fremdenfeindliche Aussagen viel zu akzeptiert, wenn nicht gar normal geworden sind. Wie oft werden wir im alltäglichen Leben mit Statements konfrontiert, die sich gegen Menschen anderer Herkunft richten und wie oft fällt uns das gar nicht mehr auf. „So’n bisschen rassistisch“ ist schließlich völlig okay und „Ich bin ja kein Rassist, aber…“- Aussagen werden zur Gewohnheit – Aufhören mit so einem Unfug bitte! Publikative.org hat die aktuelle Situation ganz gut dargestellt.