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Frei.Wild Pt.II & Kesici

kesicirostockFalls ihr wissen wollt, wen die Allgemeinheit gerade mal wieder hasst: Es ist Martin Kesici. Weil der Jennifer Rostock hasst. Die wiederum Frei.Wild hassen. Um das Pferd von hinten aufzurollen: Ob Frei.Wild rechts sind, weiß man nicht. Für den Echo nominiert wurden sie trotzdem zweimal hintereinander. Jennifer Rostock schmeckt das nicht und darum sagten die Bandmitglieder zum zweiten Mal in Folge ihre Echo-Teilnahme ab. Martin Kesici findet, dass das alles nur Eigen-PR ist und teilte auf seiner Facebookseite einen entsprechenden Artikel – vermutlich zur eigenen PR.

Too much sex and too much patriotism

2013-03-26-12-38-08_decoHeute mal wieder eine bunt gemischte „Link-Tüte“ mit Themen, die durchaus bedrücken können.

  1. Zeit Online berichtet über die Leipziger Studie „Rechtsextremismus der Mitte„, die besagt, dass Ausländerfeindlichkeit gerade bei älteren Westdeutschen und jüngeren Ostdeutschen stark verbreitet ist. Ist vielleicht nicht überraschend, aber doch ein weiterer Beweis für rechte Tendenzen in unserer Gesellschaft.
  2. Flers neues Video „Pheromene“ zeigt eindrucksvoll, wie man die deutsche Rap-Szene ins Niveaulose stürzt. Die unzensierte Version (bezeichnenderweise auf pornhub.com) soll „Maskulinität“ darstellen  und widmet sich doch nur dem ewig gleichen Gangsta-Klischee von Prostiuierten und Reichtum, mit extra viel Nacktheit. Absolut lächerlich.
  3. Die neueste Folge von „SpiegelTV“ ist ab Minute 15.54 zu empfehlen. Es folgen Fashionblogger, vereinsamte Alte (so traurig!) und verabscheuungswürdige rechtsgesinnte Einwohner von Güstrow (damit hätten wir dann wieder die Verbindung zu Punkt 1).

Go away with your right wing shit

Mit der Frei.Wild-Bestätigung hat sich das With Full Force Festival ganz schön viel Extra-Ärger (und PR) eingehandelt. Seit Wochen wird über die (wahrscheinlich) rechts gesinnten Bandmitglieder diskutiert und Bands wie Jennifer Rostock riefen zum Boykott auf. Das WFF, sonst mit Hardcoremusik eher im linken Feld angesiedelt, hatte sich entschieden, Frei.Wild trotz der vielen Shitstorms ins Lineup zu nehmen. Dem Visions Magazin als Partner passt das gar nicht und so zogen die Dortmunder heute ihre Präsentation zurück. Ihr Statement über die Südtiroler Heimatsfetischisten spricht Bände und dürfte ihnen heute so einige Klickzahlen gebracht haben.

Update (15.2.): Auch Festivalguide und Jägermeister haben Präsentation bzw. Sponsoring vorerst aufgehoben.

Die Proteste scheinen etwas zu bringen: Frei.Wild sagten ihren Auftritt beim WFF ab. Ob das so freiwillig war?

Update (18.2.): Die Veranstalter vom WFF ziehen im Gespräch mit VISIONS erstmals Stellung.

No happy time in Vegan Wonderland

Vorab: Egal ob links oder rechts, politischer Extremismus ist immer mit Vorsicht zu behandeln. Trotz meiner Nähe zur Hardcoreszene halte ich mich aus dem ganzen Antifa-Krams dementsprechend raus und bilde mir je nach Thema mein eigenes Urteil. Ich möchte aber dennoch auf das Thema hinweisen, welches seit gestern meine Internetumgebung prägt wie kein anderes: Ist Kim Kalkowski, Betreiberin des veganen Cakes ’n‘ Treats und Mitgründerin des Vegan Wonderland Onlineshops, ein Nazi oder nicht? Auslöser war ein Antifa NRW-Artikel auf „linksunten“, dessen Rechercheziel es war, „Kim Vegan Wonderland“ anhand ihres privaten, geheimen Facebookprofils als Rechtsextreme darzustellen. Es folgte ein wahrer Internet-Shitstorm und viel Verwirrung der ihr sonst positiv gesinnten Linksszene. Mittlerweile gibt es auch ein ausführliches Statement von ihr und ihrem Anwalt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Fakt ist, dass sich Kim überhaupt gar nicht rausreden kann, ohne dumme Sprüche zu hören.  Außerdem wird zurzeit gemunkelt, dass die beiden Geschäftsbereiche nun endgültg und offiziell zwischen ihr und ihrem Ex-Mann aufgeteilt werden.