thriller

Those corrupt colleagues

Kurzreview von Horst Eckert – Schwarzlicht

„Officer, Detective, Sergeant“ – es gibt so viele US-Thriller und Krimiserien auf dem Markt, dass man die amerikanischen Polizeiränge besser kennt als die deutschen. Da ist man dann schon mal verwirrt, wenn man zum Lokalkrimi „Schwarzlicht“ von Horst Eckert greift und auf einmal „Kommissare“ am Werk sind. Dafür sind die Thematiken einem umso bekannter: ermittelt wird in unserer Landeshauptstadt Düsseldorf, es ist von „Mutti Merkel“ die Rede, von Steuersünder-CDs und der RAF. Hauptperson ist Vincent Veih, seines Zeichens Kommissariatsleiter, Enkel eines Nazis und Sohn einer RAF-Terroristin. Sein neuester Fall dreht sich um Walter Castorp. Der Ministerpräsident NRWs hat in letzter Zeit so einige Schlagzeilen gemacht und scheint nun eine Woche vor der Landtagswahl ertrunken zu sein. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen, da ist sich Herr Veih sicher und so ermittelt er schnell in einem Mordfall, der weitaus verzweigter ist, als es anfangs scheint. Ein überzeugender Thriller mit interessanten Figuren. Nicht durchweg spannend, aber mit ein paar überraschenden Wendungen. (Foto: Rowohlt Verlag)